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Richtfest an der Alten Stadtgärtnerei: 28 neue ABG-Wohnungen nehmen Gestalt an

28. April 2026

Aus dem Spatenstich wird ein Rohbau – und bald folgt schon der Erstbezug: Nur rund sechs Monate nach dem Baustart hat die Alzeyer Baugesellschaft (ABG) an der Alten Stadtgärtnerei Richtfest gefeiert. Gemeinsam mit Handwerksbetrieben, Planern, beteiligten Firmen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Alzey und der ABG wurde damit ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu 28 neuen geförderten Wohnungen in der Mainzer Straße markiert.

Für die ABG ist das Projekt zugleich der Auftakt einer großen Wohnungsbauoffensive in Alzey: Bis Ende 2030 soll der Wohnungsbestand um rund 250 Einheiten auf mehr als 700 Wohnungen wachsen. Das Richtfest zeigt damit nicht nur den Baufortschritt an einem einzelnen Standort, sondern auch, dass die ABG ihre Wachstumsstrategie Schritt für Schritt sichtbar umsetzt.

Dass im Norden der Stadt zwischen Spatenstich und Richtfest nur ein halbes Jahr liegt, zeigt: Das Projekt kommt sehr gut voran und liegt voll im Zeitplan. Bereits im November dieses Jahres – und damit nur rund ein Jahr nach dem Baustart des bedarfsgerechten Vorhabens – sollen die Wohnungen an ihre neuen Bewohnerinnen und Bewohner übergeben werden. ABG-Geschäftsführer Volker Riedel betonte beim Richtfest die Bedeutung dieses Baufortschritts: „Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Arbeiten laufen plan- und termingerecht.“

28 Wohnungen für unterschiedliche Lebenssituationen

Auf dem rund 2.662 Quadratmeter großen Gelände der Alten Stadtgärtnerei entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 28 geförderten Mietwohnungen. Vorgesehen ist ein breiter Wohnungsmix von 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen. Die Mieten liegen je nach Förderweg bei 7 beziehungsweise 8,10 Euro pro Quadratmeter. Das Angebot richtet sich damit an unterschiedliche Zielgruppen – etwa Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen oder alleinlebende Mieterinnen und Mieter mit geringen bis mittleren Einkommen.

Schon bei der Planung wurde großer Wert auf Barrierefreiheit gelegt. Beide Gebäude erhalten einen Aufzug, sodass alle Wohnungen barrierefrei erreichbar sind. Jede Wohnung verfügt außerdem über einen Balkon oder eine Terrasse.

Auch in Sachen Energie, Nachhaltigkeit und Wohnqualität setzt das Projekt klare Akzente: Die Wärmeversorgung erfolgt über Wärmepumpen, auf den Flachdächern ist eine Dachbegrünung vorgesehen und an den Gebäuden wird teilweise eine bodengebundene Fassadenbegrünung umgesetzt. Hinzu kommt ein begrünter Innenhof zur nachbarschaftlichen Begegnung sowie eine ökologische Kalkschutzanlage zum Schutz der Trinkwasser-Qualität und der Trinkwasserinstallation. So entstehen nicht nur neue Wohnungen, sondern qualitätsvoller Wohn- und Lebensraum.

Genau in dieser Kombination sieht die ABG einen zentralen Auftrag. Volker Riedel sagte dazu: „Wohnen ist mehr als nur die Wohnung. Sich in einem Quartier wohlzufühlen, ist viel mehr, als nur in den eigenen vier Wänden zu leben.“ Diesem Anspruch will die ABG auch bei den kommenden Projekten gerecht werden.

Serielle Bauweise sorgt für schnelles Vorankommen

Volker Riedel hob beim Richtfest außerdem hervor, dass das Projekt beispielhaft zeigt, wie bezahlbarer Wohnraum trotz steigender Preise und einer angespannten Lage in der Bauwirtschaft effizient, hochwertig und terminsicher entstehen kann. Errichtet werden die Gebäude in serieller Bauweise mit industriell vorgefertigten Systemelementen. Auch die Bäder wurden als fertige Module angeliefert und auf der Baustelle eingesetzt.

Mario Bernd Liebchen, Niederlassungsleiter der Goldbeck Südwest GmbH, beschrieb diese Bauweise mit einem einprägsamen Bild: „Es ist wie Lego spielen für Erwachsene.“ Viele Bauteile werden bereits im Werk vorbereitet und auf der Baustelle anschließend passgenau montiert. Das ermöglicht ein schnelles, ressourcenschonendes und wirtschaftliches Bauen.

Für die ABG ist genau das ein wichtiger Baustein, um neuen Wohnraum bedarfsgerecht und verlässlich schaffen zu können. Denn der Effizienzgewinn schafft zugleich Spielraum für zusätzliche Qualitätsmerkmale im Quartier – etwa für die Dach- und Fassadenbegrünung, die barrierearme Erschließung und weitere nachhaltige Ausstattungsmerkmale.

„Mit diesem Projekt schaffen wir nicht nur dringend benötigten Wohnraum, sondern setzen zugleich ein Zeichen dafür, dass nachhaltige Bauweisen und bezahlbare Mieten kein Widerspruch sind, sondern mit den richtigen Partnern zusammengehen können“, so Riedel.

Starke Partner und regionale Betriebe

Beim Richtfest wurde auch deutlich, dass hinter dem Bauprojekt viele engagierte Partner stehen. Neben der ABG, dem Architekten Jörg Deibert und dem ausführenden Unternehmen Goldbeck waren zahlreiche Handwerksbetriebe aus der Region vor Ort. Darauf hatte die ABG im Vorfeld besonderen Wert gelegt.

Denn für die ABG bedeutet Bauen nicht nur, Wohnungen zu schaffen, sondern auch Verantwortung für die Region zu übernehmen. Die Einbindung regionaler Betriebe stärkt den Wirtschaftsstandort Alzey-Worms und sorgt zugleich für kurze Wege und enge Abstimmung auf der Baustelle.

Ein besonderer Dank galt zudem dem Land Rheinland-Pfalz sowie der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Durch die Förderung mit Darlehen und Zuschüssen wird ein Bauvorhaben dieser Größenordnung im geförderten Wohnungsbau überhaupt erst möglich. Auch die Volksbank Alzey-Worms gehört zu den Finanzierungspartnern des Projekts.

Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Steffen Jung würdigte beim Richtfest ebenfalls den Fortschritt des Vorhabens. Er betonte, dass in Alzey ganz konkret sichtbar werde, wie bezahlbarer Wohnraum, modernes Bauen und Nachhaltigkeit gemeinsam umgesetzt werden können. „Während andernorts noch über Beschleunigung und Bauturbo diskutiert wird, packen wir in der Stadt Alzey längst an“, so der Stadtchef.

Auftakt für weitere ABG-Projekte

Die 28 Wohnungen an der Alten Stadtgärtnerei werden den hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Alzey nicht allein decken. Für die ABG ist das Projekt deshalb Teil einer größeren Entwicklung. In den kommenden Jahren folgen weitere große Wohnbauvorhaben, darunter die Entwicklung der Nibelungenhöfe, der Kurfürstenhöfe, das altersgerechte Wohnbauprojekt in der Schlossgasse sowie weitere Maßnahmen im Alzeyer Osten.

Insgesamt werden so in den nächsten Jahren mehr als 200, perspektivisch rund 250 zusätzliche Wohnungen entstehen. Für Wohnungssuchende in Alzey ist das ein wichtiges Signal: Die ABG baut weiter und schafft Stück für Stück neuen Wohnraum für unterschiedliche Lebenssituationen.

Blick hinter die Kulissen

Nach den Ansprachen folgten der traditionelle Richtspruch sowie Führungen durch die bereits fertiggestellten Rohbauten. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild vom Baufortschritt zu machen und mehr über die Bauweise und das künftige Wohnkonzept auf dem Gelände der Alten Stadtgärtnerei zu erfahren.