Gestern fand die offizielle Wiedereröffnung der Stadthalle statt. Pünktlich zur Fastnachtskampagne wurde die Halle wieder an die Alzeyerinnen und Alzeyer übergeben – voll nutzbar, ohne Auflagen und im Kostenrahmen. Nach nur wenigen Monaten Bauzeit zeigt das Projekt, was mit Teamwork, Pragmatismus und regionaler Zusammenarbeit möglich ist.
Mit großer Freude durften wir zahlreiche Gäste begrüßen – darunter unseren Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Bürgermeister Steffen Jung, zahlreiche Mitglieder des Stadtrats sowie unseres Aufsichtsrats, den Ersten Kreisbeigeordneten Herrn Christoph Burkhard, als Vertreter unseres Landrats Heiko Sippel. Außerdem unseren Architekten Jörg Deibert sowie die Fachplaner und weitere Mitwirkende und am Projekt Beteiligte.
Volker Riedel, Geschäftsführer der ABG, hebt gleich zu Beginn seiner Begrüßung die Bedeutung des Projekts hervor: „Heute ist ein guter Tag für unsere Stadthalle. Das Gebäude kann zukünftig wieder vollumfänglich und ohne Einschränkungen genutzt werden.“
„Wir haben Wort gehalten“, bringt es Bürgermeister Steffen Jung auf den Punkt. „Der Saal ist bereit, die Narrenkappe darf wieder rein. Oder, wie der Alzeyer sagt: Es geht widder los.“
Nachdem der Weiterbetrieb der Stadthalle mit den von der Kreisverwaltung Alzey-Worms beschiedenen Beschränkungen nur bis zu einer Ertüchtigung und längstens nur bis 31.12.2025 gestattet wurde, konnte gestern der Abschluss der brandschutztechnischen Sanierung und des Umbaus mit der Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten sowie der Schaffung von neuen Mietflächen gefeiert werden.
„In Rekordzeit wurde ein neues Brandschutzkonzept umgesetzt und das Gebäude in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege saniert und umgebaut“, sagt Volker Riedel. Und so wurde auch das erarbeitete immobilienwirtschaftliche Konzept mit einem neuen flächenbezogenen Nutzungsmix aus Gastronomie, Saalbetrieb, Eiscafé und zwei Büroeinheiten im Obergeschoss realisiert.
Vorangegangen war eine kritische Prüfung der alten Brandschutzkonzepte und die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, um eine Sanierung und einen Umbau der Stadthalle wirtschaftlich umsetzen zu können und die Halle wieder uneingeschränkt nutzbar zu machen.
Ursprünglich als Lowtech-Sanierung geplant, wurde das Projekt im Verlauf anspruchsvoller als gedacht. So wurde unter anderem zusätzlich eine Brandmeldeanlage mit direkter Aufschaltung zur Feuerwehr eingebaut, wofür rund 200.000 Euro fällig wurden, die ursprünglich nicht eingeplant waren. Trotzdem konnte der gesetzte Kostenrahmen von 1,8 Millionen Euro für die notwendige Ertüchtigung der Stadthalle eingehalten werden.
„Lowtech, wie ursprünglich geplant, trifft es am Ende nicht mehr ganz“, sagt Architekt Jörg Deibert. „Aber es ist eine Low-Budget-Sanierung geblieben: pragmatisch, lösungsorientiert und auf das Wesentliche konzentriert. Nur so und dank des Einsatzes aller Beteiligten – von den Behörden bis zu den Handwerkern – war es möglich, dass wir heute hier stehen. In einer brandschutztechnisch sanierten Stadthalle mit weiteren Mietflächen, die den Bürgerinnen und Bürgern nun wieder auf vielfältige Weise zur Verfügung steht.“
„Diese Halle lebt nicht durch ihr Mauerwerk“, sagte Bürgermeister Jung. „Sie lebt durch die Menschen, die sie füllen.“ Die Entscheidung zur Sanierung sei bewusst gemeinsam von Stadtrat, Verwaltung und Baugesellschaft getroffen worden, getragen vom klaren Wunsch der Bürgerschaft, die Stadthalle zu erhalten.
„Wir sind überglücklich, dass wir die Stadthalle heute als Veranstaltungsstätte wieder eröffnen können und die kommende Saalfastnacht wie geplant stattfinden kann“, betont Volker Riedel. Wie Bürgermeister Jung es am Ende formulierte: Jetzt geht es darum, dass hier wieder gefeiert, getanzt und neue Erinnerungen geschaffen werden.“
